Am naechsten Tag war ich noch bei einer Lagune, bei der aber auch (Montag mittags) nur besoffene Typen rumgehangen sind, so dass ich mich nach einer halben Stunde mit einem unguten Gefuehl wieder verzogen hab...
Die Hauptstadt ist also wie gesagt absolut keinen Besuch wert, und ich bin mit der Frage ob ganz Nicaragua so sei Richtung Granada aufgebrochen. Dort sah es angenehm colonial und friedlich aus, und ich hab wieder aufgeatmet als mich im Hostel erst mal ein Aussie mit 'How ya doin, mate' angequatscht hat.
Bilder aus Granada:
Bilder aus Granada:
Von dort aus sollte es weiter gehen auf die Isla de Ometepe, 2 Vulkane die aus dem Lago de Nicaragua rausragen. Geschickterweise war es auf dem See so windig, dass seit 3 Tagen keine Faehren gefahren sind, und es schien ein riesen Problem zu sein an Informationen zu kommen wie das Wetter sich entwickeln soll. Also bin ich mit 3 Oesterreichern nach San Jorge aufgebrochen, einem kleinen Nest, wo es eigntlich nur nen Hafen gibt, aus dem auch die Faehre auf die Insel abfaehrt. Nach anderthalb Std. im Chickenbus sind wir aber nur bei einer Schlange angekommen in der Einheimische standen, die teilweise seit 4 Tagen auf eine Ueberfahrt warten. Haben uns dann mit den 2 anderen Touris die in der Schlange standen zusammen getan und Zimmer geteilt. Die obligatorische Flasche Rum gabs auch, 1,75l Flor de Caña, genannt Elefantenfuss. Am naechsten Morgen ging dann tatsaechlich was und wir haben uns auf der Insel ein paar Haengematten auf so einer Eco Finca namens El Zopelote gemietet. Coole Geschichte, auch wenn nur Hippies und Aussteigertypen da rumhaengen, wie z.B. Mattew aus Quebec mit seinem Sohn Rafael. Er war Lehrer an der Schule von dem Kleinen, bis er im Dezember dem Rektor offenbart hat, dass er samt Rafael nach Weihnachten nicht mehr zurueck kommt. Der Kleine war echt beeindruckend, hat locker mit allen Englisch, Franzoesisch oder spanisch gelabert.
Weil der Vulkan auf den wir wollten dann aber wolkenverhangen und neblig war sind wir am naechsten Tag zu den Ojos de aqua gegangen, Pools in einem Fluss, sehr geil mit super klarem Wasser und so...ausserdem musste ich mich vom Schlafen in der Haengematte bei Windstaerke 5 erholen.
Am naechsten Tag war die Wolkensituation nicht besser, so dass ich weiter bin, in die Surfhauptstadt von Nicaragua, San Juan del Sur. War eher die Hauptstadt fuer amerikanische und schwedische Touristen. Bin dort mit Claude, einem Franzosen (ja, er hiess wirklich so) mit Fahrraedern auf den Weg zum Strand gemacht. Sein Rad ist erst mal nach 50m kaputt gegangen, Schaltwerk weggebrochen. Danach sind wir mit vollstem Vertrauen in unser Material die bergige, schlaglochdurchzogene Schotterpiste richtung Strand gehechelt. Geschickterweise kam dann kurz vor dem Ziel noch ein Berg mit ungefaehr 45% Steigung, die Piste dort war eher eine Aneinanderreihung von Schlagloechern als eine Strasse, und wir mussten also bergauf und auch bergab schieben, weil ich den Bremsen nicht mal 3% Steigung zugetraut haette. Der Strand war dann auch recht geil, Postkartenidylle, obwohl das Wasser fuer den Pazifik ziemlich frisch war. Hier ein paar Impressionen.
Am naechsten Tag bin ich dann um 7Uhr weiter nach Leon. Auch UNESCO Weltkulturerbe und so. Beim Umsteigen in Managua musste ich eine halbe Stunde mit Taxifahrern diskutieren, die 5$ wollten um mich zum anderen Busbahnhof zu karren, nach der Diskussion hat sich dann rausgestellt, dass es einen Bus fuer 3 Cordobas (20 sind 1$) gibt, also hab ich den genommen. In Leon bin ich dann in einem netten Hostel untergekommen, 2 Innenhoefe hintereinander, geiles Haus! Abends hab ich dann zufaellig 2 Belgierinnen wieder getroffen, die mich nach Ometepe ein Stueck in ihrem Mietwagen mitgenommen hatten, war lustig, haben zusammen gefuttert und ich wurde eingeladen :) Die eine arbeitet in HR bei Ernest & Young, hab mir direkt die Emailadresse gesafed...watch out Birgit!

krasse sachen erlebst du max. aber geil zu lesen.
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