Donnerstag, 22. Januar 2009

Tag 2, Havana

Im Flieger nach Havana sassen nur Englaender, Beschreibung siehe London, aber ich hatte einen freien Platz neben mir, was ganz angenehm war um sich etwas auszubreiten. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse. In Havana angekommen hab ich mir dann 2 Englaenderinnen aufgerissen, um mit ihnen das Taxi zu teilen, haben wir auch gemacht, hat aber nichts gebracht, weil der Taxifahrer ums Verrecken das Prinzip des Teilens nicht verstehen wollte, im Endeffekt hab ich also ganze 5 CUC gespart...

Als ich dann schliesslich am Bus Terminal war und mir ein Ticket nach Santiago de Cuba kaufen wollte hiess es bei der einen Buslinie, dass alle Plaetze ausgebucht sind. Ok, kann man nichts machen, leider ist aber die andere Buslinie nur fuer Cubaner, dass ich mir da selbst gar keine Karte kaufen konnte. Also wollte ich mit den Typen einen Deal aushandeln, dass mir ein Cubaner die Karte kauft und ich mitfahre, leider bin ich bei der Aktion auf so einen 'nennen wir ihn Vollarsch' reingefallen. Danach hatte ich 25 CUC weniger und erst recht kein Ticket. Also bin ich etwas frustriert ins Zentrum zu einer Adresse aus dem Fuehrer gefahren und hab da ein Zimmer (die Wandflaeche einer Wand ist groesser als die Grundflaeche des Bodens) gemietet. Das Ganze ist bei einem Muetterchen die dort mit ihrem schwer kurzsichtigen Sohn wohnt. Sie ist aber sehr nett, hat mir meine Meinung bestaetigt, das in Havana alle nur dein Geld wollen, 'alles Verbrecher' hat sie gesagt.

Danach bin ich noch was Essen gegangen, in Hemmingway's Lieblingsbar, leider gabs dort nur ein Gericht, Fisch mit schwarzem Bohnen-Reis und Patatas (suesse) fritas. War ok! Hab mich da zu 2 Belgiern an den Tisch gesetzt, die in Cuba sind um Percussion Studen zu nehmen, die waren lustig. Wir sind dann weiter gezogen und wollten noch einen Mojito saufen, aber die Bar in der wir gelandet sind konnte garnichts, und den Mojito haette sicher jeder der das Rezept NICHT kennt besser hinbekommen. Das Maedel, das uns in die Bar geschleppt hat war da auch noch dabei...ziemlich strange. Nachdem wir erst die anderen Frauen drin abgewiesen hatten, die alle einen beschissenen Mojito wollten, war sie ehrlich erstaunt drueber, als ich auf ihre Frage ob ich nicht 'for fucky-fucky with the girls' in Cuba sei, mit Nein geantwortet hab.

Insgesamt ist mein erster Eindruck also, das tatsaechlich alle Verbrecher sind und abgesehen davon verstehen sie nicht mal das Prinzip einer sinnvollen Abzocke...stattdessen ist alles wahnsinnig teuer, was dazu fuehrt, dass vermutlich jeder Tourist nur ein Mal in einen solchen Laden geht...meiner Ansicht nach ziemlich bescheuert. Und tatsaechlich wirst du NUR angequatscht, damit du ihnen Geld gibst...ich hoffe das ist besser in anderen Staedten. Werde ich morgen Richtung Trinidad bewegen, mal sehen wozu das wieder fuehrt.

Ich bin raus, Scruffy hat das uebrigens alles verpennt.

Tag 1, London

Mit ca. 2 Std. Schlaf in der letzten Nacht bin ich morgens um 8 in London Stansted gelandet. Haette ich vorher gewusst, dass ein einfaches Zugticket von dort nach London 20 Pfund kostet, haette ich vielleicht gleich einen Flug nach Heathrow gebucht. Im Hostel konnte ich dann auch noch nicht einchecken, war zu frueh, also das Gepaeck dort abgegeben und einen halben Tag leicht planlos durch die Stadt gesteuert. Entgegen der allgemeinen Aussage ist London gar nicht so grau, ich wuerde eher sagen es ist...braun. Die Englaender hingegen waren wie erwartet, entweder Inder oder oder dicklich, blaesslich bis durchsichtig, vom Aussehen her eher in Richtung der Finnen gehend (Kenner wissen Bescheid) aber meistens freundlich und harmlos.

Unterwegs hab ich mir dann die ueblichen Sehenswuerdigkeiten reingezogen, Tower Bridge, Picadilly Circus, Oxford Street, Trafalgar und Leicester Square, St.Pauls von ausse
n und die National Gallery von innen. Letzteres hauptsaechlich weil mir die ganze Zeit sau-kalt war, hab natuerlich eher fuer Kuba und so gepackt und kombiniert mit dem Schlafmangel hat das gereicht. An der Speakers Corner im Hyde Park war ich auch, leider sonst niemand...




Als ich dann abends noch in China Town unterwegs war hab ich dann auch Scruffy getroffen, der war schon laenger in London als ich, wollte dazu aber keine weiteren Auskuenfte geben. (Bilder gibts, wenn ich mal mein USB-Kabel nicht vergesse.) China Town sollte man in jeder groesseren Stadt verpflichtend einfuehren, vor allem wenn das Essen ansonsten eher britisch ist...

Danach sind wir zurueck ins Hostel, mussten ja morgens um 6 wieder raus.