Donnerstag, 26. Februar 2009

Lago de Atitlan, Livingston, Rio Dulce, El Remate

So Freunde, da bin ich wieder...
Wie gesagt bin ich dann am Freitag (Datum keine Ahnung, haben wir schon Maerz?) nach Panajachel gefahren, das ist das Disneyland von Guatemala. 3 Strassen vollepflastert mit traditionell guatemaltekischem Schnickschnack wie Haengematten, Kleider, Huete, Ketten und alles was das Touri-Herz begehrt. Ich hab einen Schal und ein Armband gekauft, jeweils nur weil mich die ca. 107 bzw. 129 Jahre alte Frau so lange vollgequatscht hat bis ich nur um sie loszuwerden was genommen hab, hat mich 11 Quetzales gekostet.
Abends war ich dann mit der Fam essen, sehr nett, Neuseeland Lamm gabs...hier noch Impressionen vom See.

Am naechsten Morgen sind wir dann mit dem (eigenen) Boot zum (eigenen) Haus uebergesetzt, sehr gediegen alles...das ist echt eine geile Ecke, hat mich sehr an den Lago Maggiore erinnert, nur etwas groesser, also der See. Wir, also noch Cedric und Lucia, seine Freundin und Scruffy sind den ganzen Nachmittag nur rumgehangen und haben scheiss gelabert und gemacht, waehrend Micheline den See schon 8 Mal mit dem Kajak umrundet und einmal durchgetaucht ist, ohne Luftholen versteht sich.

Spaeter haben wir uns dann doch noch aufgemacht nach San Marcos, lustiges Staedtchen, Strassen gibts nicht, nur Wege, so 1,5m breit. Auf dem Weg dort hin ist ein Fels von dem man springen kann, ich hab mich aber zu dem Zeitpunkt koerperlich nicht in der Lage gefuehlt 8m runter zu springen. Naja, am Abend vorher hab ich noch einige Geschichten von Maximòn (gesprochen Maschimon, der Accent gehoert glaub andersrum, aber den find ich auf der komischen Tastatur hier nicht) gehoert, der ist eine Art Maya Heiliger, kein Gott aber sowas aehnliches. Auf jeden Fall kann man ihn um Gefallen bitten, die dann in Erfuellung gehen koennen, wenn man ihm etwas darbietet. Das Etwas beschraenkt sich aber auf Zigaretten und Rum, was anderes nimmt der Kerl nicht... Auf jeden Fall hab ich ihn mit dem Nicht-Springen anscheinend erzuernt, am naechsten Tag war der See ziemlich stuermisch. Das wusste ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht. Abends gabs dann noch was zu essen und Borat, immer wieder gut! 'Throw the J... down the rail' (Zitat Rudi Appel).
Hier noch Bilder vom Weg nach San Marcos:

Cedric und Lucia:
Der Fels...Am naechsten Tag haben wir Maximon dann doch noch in Santiago besucht. Das Ganze gestaltet sich folgendermassen: Maximon ist eine Holzfigur, so 1,20m gross, die alle paar Wochen ihren Standort (immer in ein anderes Haus) wechselt, damit man immer einen Maya Fuehrer bezahlen muss um ihn zu finden. Dort angekommen zahlt man erst mal was um ihn zu sehen, 2 Quetzales...ist ok. In dem Raum ist dann die Figur, links und rechts flankiert von 2 Typen die ziemlich besoffen dreinschauen, das sind seine Waechter (sind Menschen, keine Figuren). Hinter diesem Trio sitzt noch ein Typ mit fettigen schwarzen Locken und einem schwarzen Hut der soo besoffen ist, dass nicht mehr gerade schauen kann und nebenher die ganze Zeit auf den Tisch sabbert. Hinter Maximon stehen aufgereiht 18 kleine Flaschen Rum, die die Typen an dem Tag noch nicht gepackt haben. Man kann dann wie gesagt einen Priester kontaktieren und ihn mit der Dreingabe von Rum oder Kippen um einen Gefallen bitten. Den Priester braucht man, weil der Typ oft Bitten falsch versteht (und dann passiert etwas, was man garnicht wollte), wobei ich das eher so interpretieren wuerde, dass er zu besoffen ist um zu verstehen, was man will... Ich habs erst gar nicht probiert! So sah es vor dem Haus aus:

Der Weg zurueck:


Mehr gabs im Grossen und Ganzen in Santiago auch nicht zu sehen.
Danach gings auch schon wieder zurueck, Sachen packen. Ach und vom Fels bin ich dann auch noch gesprungen, um mich wieder mit Maximon zu versoehnen, hier das Video:




Montag Morgen gings dann weiter nach Livingston, karibische Kueste erste Station der Odyssey Livingston, Rio Dulce, Tikal, Semuc Champey in 4 Tagen. Ist ein sehr netter Ort, ein Teil Mayas und die andere Haelfte Garifunas, das sind diese Rasta-Bob-Marley-Jah-Typen. Ist mal was anderes als das sonstige Guatemala. Dort hab ich direkt mal ein Paerchen aus Muenchen getroffen, Uli und 'Name vergessen', scheisse. Auf jeden Fall waren wir Tapado essen, Fischsuppe mit Muscheln, einem gegrillten Fisch, einem ganzen Krebs, und diversem anderen Zeug drin, die mit Kokosmilch gemacht wird, sehr lecker! Was gabs noch? Oh ja, Kinder die in Telefonen spielen, und das Rasta Mesa, die einzige "Kneipe" in der abends irgendwas passiert, der bestsortierte Schnapsladen in Guatemala und sein 98 Jahre alter Besitzer...ich glaub die Bilder sagen mehr als mein Geschreibe:

Telefon:

Strand:

Uli und der oder das Tapado:

Scruffys Abend:

Schnapsladen samt Besitzer:

Rasta Mesa, der Besitzer und die Musiker beim Bob Marley Medley (30 Min. 10 Songs, ein Beat!):

Pelikane:

Am naechsten Morgen gings mit dem Boot nach Rio Dulce, Fahrt durch den Dschungel, Mangroven, Flusskrebse, heisse Quellen...:

...und danach mit dem Bus weiter nach El Remate, ein kleines Kaff nahe Tikal. Die Busfahrt war spssig, wir sind da angekommen, in Rio Dulce, und es gab einen 1st Class Bus, 30 Min. spaeter und einen 2nd Class Bus 45 Min. spaeter. Die 10 Touris haben sich kollektiv fuer den 2nd Class Bus entschieden. Das war im Nachhinein die falsche Entscheidung, weil der Bus aus Guate City kam und entsprechend eh schon voll war, also alle Plaetze besetzt und schon ein paar Leute stehend im Gang. Als wir dann dazu sind war der ganze Gang voll, ich bin 4h in dem verschissenen Bus gestanden, bevor wir endlich angekommen sind. In El Remate hab ich dann im grandiosen Hostel Sak-Luk genaechtigt, eine Hippie-Absteige sondergleichen, der Dorm hat keine Waende, nur ein Palmdach und ein Gelaender um die Plattform auf der 6 Betten stehen. Und das Ganze ist halb im Wald, also nur Geschrei von Tieren und ich will nicht wissen was noch um dich herum. Egal, weil ich am nechsten Morgen um 5 nach Tikal aufgebrochen bin war es eh eine kurze Nacht...Schilderungen folgen im naechsten Post.

Let Jah be wit ya, bro!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wie man es im Chickenbus nicht machen sollte...

Also Freunde der Sonne, nach Antigua bin ich wie gesagt nach Chichicastenango und von dort aus nach ein paar Stunden nach Xela gefahren. Auf dem Weg nach Chichi sass ich also in dem Chickenbus, das sind so alte Ami Schulbusse, auf jeden Fall hatte ich nur noch 20Q dabei, die Fahrt haette aber 25 gekostet. Ich hatte damit nicht gerechnet und hab den Kassierer etwas bloed angeschaut (wir waren schon unterwegs), als mir mein Sitznachbar 5Q in die Hand gedrueckt hat. Ich wollte ihm einen Dollar im Tausch anbieten, aber er wollte nicht...hat gemeint 'no es importante'. Als er dann etwas hektisch aus dem Bus ausgestiegen ist, wusste ich auch warum: Der Fucker ist zwischendrin mal aufgestanden und hat ewig oben an der Gepaeckablage rumgewurschtelt, da war mein Rucksack, sein Beutel aber auch, also hab ich mir nichts dabei gedacht. Als er dann raus ist, hektisch, war ich dann doch etwas irritiert. Jetzt hat der Pisser die Innentasche von meiner Rucksackklappe aufgeschnitten, dann weil direkt nichts da war auch noch die Tasche in der alle meine Dokumente drin sind und von 3 Plastikkarten genau die Kreditkarte geklaut...argh.

Letztlich war es nicht so tragisch, ich hab die Karte in Cuba schon ueberzogen und seit dem nicht mehr benutzt, hab dann nachgeschaut, ich war eh 500 Steine im Minus, aber ist halt trotzdem aergerlich. Aber fuer den Typen ist es sicher noch aergerlicher, da klaut er eine Kreditkarte und selbst wenn er versucht hat was damit anzufangen ist sie wegen ueberzogenem Konto gesperrt...

Hiermit *Schuh hochhalten* moechte ich auch noch allen Fuckern, insbesondere Ebbo Flush, in den Arsch treten, die mich ausgelacht haben weil ich mit 2 Kreditkarten unterwegs bin!!!

Heute, Donnerstag, bin ich dann mit dem Peter (der Peter reist seit 4 Jahren oder so) mit geliehenen Raedern zu den Fuentes Georginas (oder so aehnlich) getuckert. War ganz schoen hart, selbst auf ebener Strecke war es sau anstrengend, bin hier auf 2500m und wir sind noch 700 oder so hoch gefahren, 8km Anstieg auf klapprigem Rad. Wie auch immer sind das heisse Quellen, die heisseste so 50ºC, man haelt nicht mehr als 5-6min drin aus, und dann laeuft das von einem Becken ins naechste und wird immer kuehler...sehr gechillt! Nach dem Anstieg und dem heissen Bad waren wir aber so fertig, dass wir uns hinten auf dem Pickup und vom Bus haben zurueck fahren lassen...war auch genug Sport, der eine Weg.

Impressionen:

Die Rennmaschinen:


Harlem meets Guatemala:

50ºC heisses Wasser:

Schrumpelhaende:

Heimfahrt hinten auf dem Pickup, und der Peter:
Morgen fahr ich dann zum Lago de Atitlan, mich wieder mit Cedric und der Fam treffen...wird gut!
Gehabt euch wohl, und Ebbo, uebertreibs nicht nach so langer Zeit, ha ha!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Guatemala City, Antigua

In Guate hat mich Cedric netterweise vom Busbahnhof abgeholt und direkt auf eine Familienfeier mit Appel-Charakter geschleppt, geschaetzte 40 Personen aber Essen, Bier und Rum en masse, war lustig.


Das Ganze ging aber nicht so lange, weil wir beschlossen haben am Abend noch nach Antigua zu fahren, samt Dario, Ezekiel und dem Inspector de irgendwas (war immer was anderes, ich weiss bis heute nicht wie der wirklich heisst. Auf jeden Fall sind wir dann dort alle bei Pablo untergekommen, Pablo ist 'el Chino', geiler Typ, lebt ziemlih gut von einem Laden, den seine Eltern aufgemacht und an ihn und seine Schwester vererbt haben. Er hatte aber keinen Bock was zu machen, also bekommt er 25% der Einnahmen und macht nichts (ausser Hentai Comics schauen und Nintendo Wii zocken)...echt laessig.
Wir waren dann zuerst im Mono Loco oder Funky Monkey was futtern und sind dann in einen Club weiter, eher schlechte technolastige Mucke. War aber egal, weil in Guatemala eh alles nur bis 1 geoeffnet sein darf. Also sind wir danach noch bei Pablo rumgehangen, haben getrunken, Wii gezockt und Billard gespielt, so bis um 5, hab mich gefuehlt wie beim Metzger vor dem Weggehen.

Am naechsten Tag sind wir noch ewig fertig rumgehangen, haben Tortillas gefuttert, ueber die Sinnhaftigkeit des Waffengesetzes in Guatemala diskutiert und haben uns dann gegen Nachmittag aufgmacht in ein Spa. Netter Club in dem Darios Dad Mitglied ist, waren im Dampfbad und es gab so einen kleinen Raum, da stellt man sich rein, drueckt auf den kleinen weissen Knopf und dann kommt ein kalter Wasserfall auf einen runter...aeusserst entspannend.


Danach gings zurueck nach Guate Ciudad. Ich glaub ich komme oefter nach Guatemala, ist echt lustig hier.

Am naechsten Tag bin ich zur Abwechslung mal wieder nach Antigua gefahren, diesmal alleine, und der Chauffeur hat mich zum Bus gebracht!!! Nette Stadt, auch bei Tag, kolonial irgendwie aber auch super touristisch. Da gibts glaub mehr Travel Agencies als Einwohner. Also erst mal die Stadt erkundet und einen Flug nach San Diego gebucht, bzw. waren die zu teuer, ich flieg jetzt von Tapachula nach Tijuana, jiiiihhhaaaa!
Abends war ich noch was essen und die hatten einen Guitarrentypen da, hat dieses bekannte Lied von Manu Chao gespielt '...Marihuana illegal.' Bei ihm hiess es immer '...Mariuhana donde hay?'.


Am...ich glaub Dienstag hab ich mir noch die Ruinen von einem von Erdbeben zerstoerten Kloster/Kirche reingezogen. Krasses Teil, alleine die Ausmasse waren beeindruckend. Auf dem ganzen Gelaende steht noch ein 'Zimmer' das ein Dach hat, und was ist da drin, klar die Tee und Nacho Kueche der Typen die da arbeiten.


Nachmittags gings auf einen Vulkan, einen der 3 aktiven in Guatemala, heisst Pacaya. Nach 2h wandern in unwegsamem, steilen Gelaende sind wir am Lavafeld angekommen, als wir noch auf die Reste unserer Gruppe gewartet haben kamen ploetzlich 20 Leute um eine Kuppe rum, alle geblutet, zerrissene Klamotten und was weiss ich. Die sind halt neben dem Lavastrom gestanden, als ploetzlich etwas mehr rausgekommen ist. Dann Panik und alle sind hingefallen und jeder der schon mal nen Brocken Lava in der Hand hatte weiss, dass man da besser nicht drauffallen sollte. Echt abgefahren! Normalerweise kann man da Holzstecken in die Lava stecken und schauen wie sie abbrennen. Wir sind dann aber sicherheitshalber nicht so nah hin. Als es langsam dunkel geworden ist hat sich dann auch direkt ueber dem Punkt wo wir gestanden sind ein neuer Lavastrom breitgemacht, rollende Lavabrocken bei Nacht, krasser Scheiss.


Mittlerweile bin ich in Quetzaltenango oder auch Xela. Was hier so geht kommt naechstes Mal.
Auf den Vulkan!

Sonntag, 15. Februar 2009

Managua, Granada, Ometepe, San Juan del Sur und Leon

Managua war komisch. Hab ja schon von einigen Ecken gelesen, in denen es etwas rauher zugehen soll, aber dass man das so mitbekommt haette ich nicht gedacht. Ich hab in Managua in der Naehe des Terminals fuer internationale Busse gepennt (obwohl ich eigentlich garnicht mit einem int. Bus fahren wollte, waren aber halt die in meinem Buch), die auf jeden Fall in einer etwas aermeren Gegend der Stadt ist. So tragisch wirds schon nicht sein...denkste. Es war selbst bei Tag und Sonnenschein nicht angenehm da durch die Strassen zu laufen, weil einen an jeder Ecke angetrunkene Typen missmutig anschauen, aber nachts wurde es noch interessanter. Ich war mit 2 Belgiern unterwegs zu einer Bar, in der gleichen Strasse wie das Hostel, 4 Blocks a 50m weiter. Kann man schon laufen...nach 2 Blocks kam uns dann aber ein angetrunkener Typ entgegen mit einer 1,2m grossen Machete in der Hand, die er dauernd ueber den Asphalt gezogen hat um Funken zu erzeugen. Er hat irgendwas rumgeschimpft in unsere Richtung. Wir sind ganz normal weiter gelaufen und haben nicht reagiert, er hat dann auch nichts weiter gemacht, aber ein komisches Gefuehl war es schon. Wie auch immer kam dann einen Block spaeter noch ein anderer Typ in einem Auto vorbei, der gausgerufen hat, dass da hinter uns ein Typ mit einer Machete sei und wir uns rapido rapido verziehen sollten. Auf dem Rueckweg haben wir dann noch was gegessen und gefragt ob es safe sei die Strasse wieder zurueck zu gehen oder nicht. Heute sei es eher ruhig, haben sie gemeint, aber wahrscheinlich nur, weil sich 2 Naechte zuvor da jemand eine Schiesserei geliefert hat und jetzt die Polizei heftiger in der Gegend patroulliert.



Am naechsten Tag war ich noch bei einer Lagune, bei der aber auch (Montag mittags) nur besoffene Typen rumgehangen sind, so dass ich mich nach einer halben Stunde mit einem unguten Gefuehl wieder verzogen hab...

Die Hauptstadt ist also wie gesagt absolut keinen Besuch wert, und ich bin mit der Frage ob ganz Nicaragua so sei Richtung Granada aufgebrochen. Dort sah es angenehm colonial und friedlich aus, und ich hab wieder aufgeatmet als mich im Hostel erst mal ein Aussie mit 'How ya doin, mate' angequatscht hat.

Bilder aus Granada:


Von dort aus sollte es weiter gehen auf die Isla de Ometepe, 2 Vulkane die aus dem Lago de Nicaragua rausragen. Geschickterweise war es auf dem See so windig, dass seit 3 Tagen keine Faehren gefahren sind, und es schien ein riesen Problem zu sein an Informationen zu kommen wie das Wetter sich entwickeln soll. Also bin ich mit 3 Oesterreichern nach San Jorge aufgebrochen, einem kleinen Nest, wo es eigntlich nur nen Hafen gibt, aus dem auch die Faehre auf die Insel abfaehrt. Nach anderthalb Std. im Chickenbus sind wir aber nur bei einer Schlange angekommen in der Einheimische standen, die teilweise seit 4 Tagen auf eine Ueberfahrt warten. Haben uns dann mit den 2 anderen Touris die in der Schlange standen zusammen getan und Zimmer geteilt. Die obligatorische Flasche Rum gabs auch, 1,75l Flor de Caña, genannt Elefantenfuss. Am naechsten Morgen ging dann tatsaechlich was und wir haben uns auf der Insel ein paar Haengematten auf so einer Eco Finca namens El Zopelote gemietet. Coole Geschichte, auch wenn nur Hippies und Aussteigertypen da rumhaengen, wie z.B. Mattew aus Quebec mit seinem Sohn Rafael. Er war Lehrer an der Schule von dem Kleinen, bis er im Dezember dem Rektor offenbart hat, dass er samt Rafael nach Weihnachten nicht mehr zurueck kommt. Der Kleine war echt beeindruckend, hat locker mit allen Englisch, Franzoesisch oder spanisch gelabert.


Weil der Vulkan auf den wir wollten dann aber wolkenverhangen und neblig war sind wir am naechsten Tag zu den Ojos de aqua gegangen, Pools in einem Fluss, sehr geil mit super klarem Wasser und so...ausserdem musste ich mich vom Schlafen in der Haengematte bei Windstaerke 5 erholen.


Am naechsten Tag war die Wolkensituation nicht besser, so dass ich weiter bin, in die Surfhauptstadt von Nicaragua, San Juan del Sur. War eher die Hauptstadt fuer amerikanische und schwedische Touristen. Bin dort mit Claude, einem Franzosen (ja, er hiess wirklich so) mit Fahrraedern auf den Weg zum Strand gemacht. Sein Rad ist erst mal nach 50m kaputt gegangen, Schaltwerk weggebrochen. Danach sind wir mit vollstem Vertrauen in unser Material die bergige, schlaglochdurchzogene Schotterpiste richtung Strand gehechelt. Geschickterweise kam dann kurz vor dem Ziel noch ein Berg mit ungefaehr 45% Steigung, die Piste dort war eher eine Aneinanderreihung von Schlagloechern als eine Strasse, und wir mussten also bergauf und auch bergab schieben, weil ich den Bremsen nicht mal 3% Steigung zugetraut haette. Der Strand war dann auch recht geil, Postkartenidylle, obwohl das Wasser fuer den Pazifik ziemlich frisch war. Hier ein paar Impressionen.


Am naechsten Tag bin ich dann um 7Uhr weiter nach Leon. Auch UNESCO Weltkulturerbe und so. Beim Umsteigen in Managua musste ich eine halbe Stunde mit Taxifahrern diskutieren, die 5$ wollten um mich zum anderen Busbahnhof zu karren, nach der Diskussion hat sich dann rausgestellt, dass es einen Bus fuer 3 Cordobas (20 sind 1$) gibt, also hab ich den genommen. In Leon bin ich dann in einem netten Hostel untergekommen, 2 Innenhoefe hintereinander, geiles Haus! Abends hab ich dann zufaellig 2 Belgierinnen wieder getroffen, die mich nach Ometepe ein Stueck in ihrem Mietwagen mitgenommen hatten, war lustig, haben zusammen gefuttert und ich wurde eingeladen :) Die eine arbeitet in HR bei Ernest & Young, hab mir direkt die Emailadresse gesafed...watch out Birgit!

Am naechsten Tag war ich mit den Roommates am Strand, war echt geil, 2-3m Wellen, im Pazifik schwimmen und mit den Locals und einigen anderen Rum an der Surfbar gesoffen. Das is mal was.

Am naechsten Morgen hab ich mich dann aufgemacht Richtung Guatemala, aber da muss man erst mal El Salvador durchqueren. Und nicht genug, dass man als blonder Blancito eh von allen angeglotzt wird, nein ich muss auch noch einen schwulen Busbegleiter haben, der meint mich angraben zu muessen. Wie auch immer waren wir in San Salvador noch mit 2 Schwedinnen und 3 Canadiern was trinken und haben Arschloch gespielt. Zum Ausklang...Guatemala gibts im naechsten Abschnitt. Hasta pronto.