Dienstag, 3. Februar 2009

Tag 4, Havana - Santa Clara

Nachdem mich Havana irgendwie leicht angekotzt hat, bin ich dann am naechsten Morgen auf die Suche nach einer Fahrkarte nach Santa Clara gegangen. Den ersten Versuch hab ich am Bahnhof gestartet. Normalerweise fahren taeglich 4 Zuege dort hin, als ich da angekommen bin, hat mir der Typ da an der Tuer aber erzaehlt, dass heute die 3 ersten gecancelled sind, ich also nur mit dem letzten um 19:30 fahren koenne, wobei man sich bei dem natuerlich auch nicht sicher sein kann ob er faehrt. Weil ich mir das dann noch ueberlegt hab, hab ich mich eben erst mal in den Warteraum gesetzt, in dem schon ca. 50 Cubaner sassen. Eine halbe Stunde spaeter stand immer noch die gleiche Dame an Schalter 3 und hat mit der Kassiererin diskutiert, und als dann auch noch der jamaikanisch und abgerissen aussehende Typ neben mir aufgestanden ist und den ganzen Saal samt allen Angestellten verflucht hat, bin ich wieder gegangen. Auf einen neuen Versuch am Bus Terminal.

Leider war aber bei Viazul wie immer der Bus voll, ich sollte aber spaeter noch mal wieder kommen, eine halbe Stunde vor Abfahrt, vielleicht wuerde ja ein Platz frei, haha... Als ich dann mit meinem Gepaeck wieder gekommen bin, hatte sich an der Situation nichts geaendert. Geschickterweise hat mich aber in dem Warteraum ein Schweizer angequatscht, der eine Cubanerin zur Frau hat. Nachdem ich ihm mein Problem geschildert hab, ist er kurz raus und kam mit einem Taxifahrer wieder zurueck, der mich fuer die gleichen 20$ wie der Bus die knapp 300km nach Santa Clara faehrt. Es sollte erwaehnt sein, dass eine Fahrt vom Flughafen in die Stadt, was 15 km sind auch 20$ kostet, also ich versteh das System bis heute nicht. Wie auch immer sind wir dann noch eine knappe Stunde draussen rumgehangen um andere Mitfahrer zu finden und letztlich zu fuenft in diesem Taxi nach Santa Clara gefahren.

Die Fahrt war echt abenteuerlich, auf der Autobahn, eiern Typen mit Pferdekutschen rum, verkaufen Bauern auf dem Mittelstreifen stehend Kaese oder Knoblauch und kommen alle 30km Bahnuebergaenge die so tief im Boden sitzen, dass man nur mit 8km/h drueber fahren kann (ungekennzeichnet versteht sich).

Ueber Umwege ab ich dann auch noch eine nette Unterkunft gefunden, sonst ist aber nicht wirklich was passiert.

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