Dienstag, 3. Februar 2009

Tag 3, Havana

Morgens auf der Suche nach einem Automaten bei dem ich auch Geld mit einer Kreditkarte bekomme hat mich wie eigentlich dauernd ein Typ angelabert, ob ich Hilfe brauche usw... weil ich immernoch eine arglose Person bin hab ich gemeint ich Suche eine Bank. Problem ist, dass man diese Typen dann nicht mehr losbekommt, also bin ich mit ihm im Schlepptau in 3 Banken marschiert (er kommt da nicht rein, wenn er nicht was will), bis eine gefunden war, in der das mit der Kreditkarte funktioniert. Der Typ war 'professor de pelota' sprich Baseballlehrer, oder wahrscheinlich eher Trainer, auf jeden Fall hat er gemeint, dass er eh bis zum Abend nichts vor hat, scheisse, ich bin ihn dann damit losgeworden, dass ich in die Bibliothek gegangen bin um im Internet rumzuhaengen. Jedenfalls hat er mir noch eine Geschichte aufgetischt, dass sein Sohn neue Schuhe braeuchte oder sowas und wollte wie alle Geld, und als ich ihm dann was gegeben hab, kam er aber mit einem Spruch von wegen 'diez mas'...dann bin ich gegangen.

Nach dem Internet, dass auch im Capitolio untergebracht ist bin ich eine Weile durch Habana vieja spaziert, was dadurch dass es der restaurierte Teil der Stadt ist, voll mit Canadischen Touris ist, hinter denen man sich vor den anderen nervigen Typen verstecken kann, sehr angenehm.


Als ich dann spaeter im neuen Teil von Havana der Baseballtypen zufaellig wieder getroffen hab, war er natuerlich hellauf begeistert. Er ist da wohlgemerkt mit einem anderen Typen rumgehangen und die haben einen 0,33l Havana Club mit einer 0,33l Cola weggehauen. Wie auch immer bin ich die beiden Typen dann nicht mehr so easy losgeworden, weil er meinte weil wir uns jetzt zufaellig wieder getroffen haben, sei das ja eine Fuegung Gottes oder wie auch immer. Also war ich notgedrungen noch ein bisschen mit ihnen unterwegs, als er mich dann aber wieder auf Geld angequatscht hat, musste ich ihn leider beschimpfen.


Abends war ich noch essen, es gab wie immer auf Cuba ein halbes Schwein mit schwarzem Reis, Suesskartoffeln und einer Art Krautsalat. Aber irgendwie hat dieses System mit den Privathaeusern in denen man uebernachtet den Nachteil, dass man auch keine anderen Leute kennenlernt, und selbst wenn, dann sind die von allen die einen anquatschen so angepisst, dass sie auch zu keinem einen anquatschenden Touristen Vertrauen haben. Wie auch immer ist das ganze eher frustrierend.

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