Fuer Trinidad hatte ich eine Adresse von Freunden von dem Paerchen aus Trinidad. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, sind dann erstmal 15 Casa Besitzer auf die Touris eingestuermt. Mich hat dann eine andere mitgeschleppt und ernsthaft behauptet sie sei die Adresse die ich suche. Hat mir sogar ihre Mutter auf der Strasse vorgestellt. Als wir dann aber in die voellig falsche Richtung gelaufen sind, hab ich mir ihre Karte noch mal genauer angeschaut, war natuerlich eine andere...schon arg. Aber verstaendlich, in Trinidad gibts 1 offenes Hotel und 300 Casas...
In der richtigen Casa gabs dann 2 junge Hunde, die einem immer an den Fingern rumgekaut haben, und die Gastgeber waren auch nett...hab mir dann noch ein bisschen die Stadt angeschaut, sehr nett und kolonial aber nur kanadische Tagestouristen unterwegs. Ich hab das aber ausgenutzt, indem ich alle die mich angebettelt oder kleine Kinder die einem irgend ein selbstgebasteltes Zeug andrehen wollen weiter zu den reichen alten Kanadiern geschickt hab, sehr entspannend.
Als ich dann abends noch auf der Plaza gesessen bin sind ploetzlich in der ganzen Stadt alle Lichter ausgegangen, ausser dem vom Hotel, die scheinen einen eigenen Generator zu haben. Als sich auch nach einer halben Stunde nichts getan hat, hab ich mich in der Dunkelheit auf den Heimweg gemacht, war etwas schwierig sich zu orientieren, aber sehr geiler Sternenhimmel.
Weil es meinem Magen eh schon nicht so gut ging hab ich dann nur eine Huehnersuppe geordert, was kam war ein bisschen Suppe mit viel Nudel und Reis und ein Huehnerschlegel, egal habs trotzdem gegessen. Das Haus in dem ich da gewohnt hab war, wie viele andere uebrigens auch ziemlich krass. Meist nur eine Etage aber wenn man reinkommt ein riesen Wohnraum mit Saeulen und so, ein angeschlossenes Esszimmer, dahinter der Innenhof (Patio, wenn ich mich nicht taeusche), von dem saemtliche Raeume abgehen und dahinter noch die Kueche + Werkstatt oder was auch immer. Auf jeden Fall sehr nett.
Abends war ich noch unterwegs um was zu trinken, von der im Reisefuehrer beschriebenen lebhaften Stimmung war aber nichts zu sehen. Die einzige Bar in der etwas los war hat aus mehr schlecht als recht tanzenden Kanadiern bestanden, die zu so einer cubanischen Klischee-Veranstaltungsmusik getanzt haben, oder sie haben es zumindest versucht. Ich bin dann weiter um einen schwachen, teuren Mojito zu trinken. In der Bar hat sich ein junkger Typ an meinen Tisch gesetzt, 21 war er und hat gemeint er sei Business Man, verkauft Zigarren, spaeter hat sich dann rausgestellt, dass seine Eltern einen Laden haben, fuer Zigarren. Ausserdem hat er wie immer gefragt was ich brauch wuerde, er koennte alles besorgen, aber nein Danke. Meinte dass die aelteren Kanadier gerne mal an Coka Cola interessiert seien oder sowas... Komischer Vogel, hat die ganze Zeit aufstossen muessen, weil er wie er sagt Lobster gegessen hat, hat ihn aber nicht daran gehindert sich da noch ein paar Bier draufzuschuetten. Irgendwann wars mir dann zu dumm und ich bin gegeangen, wollte ja am naechsten Tag mit dem Rad zu zwei ca. 18km entfernten Straenden radeln.

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