Donnerstag, 12. März 2009

Samoa, oder Rumhaengen im Paradies auch wenn das sehr klischeehaft klingt...

Die Reise nach Samoa gestaltet sich von Anfang an etwas schwierig. Nachdem ich noch mit Nora und Tom noch Essen war, wollte noch der Hochzeitskuchen ausgesucht werden, ist uebrigens ein netter geworden...also der Kuchen...soweit ich weiss. Auf jeden Fall hab ich mich dann danach mit Josh getroffen, um das Auto zurueck zu geben und zum Bahnhof zu kommen. Am Bahnhof angekommen hat sich dann aber herausgestellt, dass der Zug nicht wie im Internet angegeben faehrt, der faehrt nur am Wochenende, gut dass man aber bei der Verbindungssuche ein Datum angegeben hat... Also musste ich den naechsten nehmen mit dem ich dann 1h und 15min vor Abflug irgendwo in LA war. Der Check-in Schalter von Air NZ schliesst aber (warum auch immer) eine Stunde vor Abflug. Also hab ich einen Taxifahrer angehauen wie schnell er beim Flughafen sein kann. 22 Meilen...25min war die Antwort. Ich hab gemeint 20 waeren gut und er hat auch wirklich alles gegeben...gegen jede existierende Verkehrsregel verstossen und diverse 40l schluckende SUVs von der Pool-Car-Lane geblinkt. 55 Dollar spaeter waren die Saecke von Air NZ tatsaechlich puenktlich 1h vor Abflug schon am gehen als ich ins Terminal gesprintet bin...obwohl Nora noch da angerufen hatte...sie koennen nichts machen war die Auskunft. Bloeoeoek, die wollten nur ein scheiss Football Match schauen was eh schon angefngen hatte, zumindest haben sie davon dauernd geredet. Der Security Check danach hat naemlich ganze 7min gedauert! Und ich dachte wir sind Buerokraten.
Der Flug selber war ok hab Slumdog Millionaire geschaut...haben wir ja gerade noch drueber gesprochen. Ich hatte natuerlich keinen Plan und keine Reservierung fuer Samoa, geschickterweise hab ich aber beim Aussteigen einen anderen Deutschen, Martin, geroffen der zum 5ten Mal da ist und sich entsprechend auskennt. Also bin ich einfach mit ihm mitgegangen auf die andere Seite der Insel, wobei sich rausgestellt hat, dass das die schoenste Ecke der Insel ist. Also zum einfach rumhaengen, alsmal Schnorcheln, sich nicht bewegen und fett futtern gibts nichts besseres. Also bin ich da erstmal 5 Tage rumgehangen. Wir haben zwischendrin schon auch mal ein Auto gemietet und haben ein bisschen die Insel erkundet aber hauptsaechlich hat es sich aufs Rumhaengen und Labern beschraenkt. War ein netter Kerl der seine Examensarbeit ueber Gender Identity in Samoa schreibt die Uni hat sogar den Flug bezahlt. Das ist naemlich sehr strange dort, es gibt super viele Maenner, die sich wie Frauen anziehen und verhalten, aber das wird nicht als homosexuell angesehen, gehoert irgendwie zur Kultur und war auch schon vor den Missionaren da, aber egal. Ausserdem sind da auch noch einige andere nette Leute aufgeschlagen, so dass immer mal wieder jemand neues dabei war. Ein Hausschwein gabs auch dass hat sogar alsmal versucht im seichten Wasser Fische zu fangen. Ist auf jeden Fall ein geiles Ziel um mal einen Stopover von AUS oder NZ aus zu machen obwohl die Kultur da schon ein wenig strange ist. Einerseits super demokratisch, jede Familie hat einen Chief (Matai) im Dorf die dann einen Oberchief waehlen und demokratisch ueber alles entscheiden, andererseits eine abgefahrene Hierarchie innerhalb der Familien, der juengste ist immer der Depp und muss alles machen, auch wenn das heisst, dass er oder sie eine Flasche Bier fuer einen anderen anreichen muss, obwohl derjenige genau daneben sitzt. Wobei dieses Verhalten auch gegenueber jedem anderen aelteren Menschen gilt. Ausserdem gibt es eine Menge haeussliche Gewalt, Kinder werden an Baeume gebunden und verpruegelt wenn sie in der Schule nicht gut genug sind und aehnliche SCHEISSE. Das alles ist dann wieder voellig anders gegenueber einem Weissen. Religion ist naemlich wahnsinnig wichtig dort und die Religion hat der weisse Mann gebracht...und deswegen ist man ihm heute noch zu Dank verpflichtet...haeaeae??? Als Gast in einer Samoanischen Familie isst man z.B. immer zuerst und alleine, die warten bis man fertig ist und essen dann mehr oder weniger die Reste. Das erscheint dann erstmal sehr gastfreundlich wenn man aber weiss was dahinter steht ist es eher etwas irritierend. Wie auch immer sind die Menschen trotz inner-familiaerer Gewalt untereinander super freundlich zu einander, weil alles andere wiederum im Dorf-Rat enden wuerde und sogar zum Ausschluss einzelner Personen oder ganzer Familien aus der Dorfgemeinschaft fuehren kann. Das ist alles etwas konfus und durcheinander was ich hier schreibe, aber das liegt daran, dass ich das System auch nach einer Woche noch nicht wirklich verstanden habe...Buecher sagen dazu braeuchte man ein Leben lang.

Nach den 5 Tagen Rumhaengen hab ich mich dann jedenfalls doch noch aufgemacht auf eine kleine Insel namens Manono, ist 4qkm gross und es gibt keine Strassen sondern nur einen Pfad der um die Insel fuehrt, den man aber gehend easy in 2h abgelaufen ist. War auf jeden Fall eine gute Entscheidung da hin zu gehen, super nette Familie mit 2 Booten die einen zum Schnorcheln ans Riff fahren und einen Einbaum Kanu mit Ausleger, dass man sich packen kann um zur kleinsten Insel der Welt fahren kann, ein Felsen mit 2 Palmen drauf! Also bin ich da noch die restlichen 2 Tage geblieben war sogar mal um die Insel joggen, was zu einem noch andauernden Muskelkater gefuehrt hat, sollte ich vielleicht oefter machen.
Die haben mich dann gestern frueh um 5 mit dem Boot Richtung Flughafen uebergesetzt, wo mein Flieger nach Tonga ging.
In Tonga angekommen ist man nach Samoa etwas enttaeuscht es gibt keinen Berg auf der Hauptinsel, Hallo Anstieg des Meeresspiegels!, da geht dann die Haelfte unter. Aber wir sind hier geschickterweise bei einem Maedel und ihren Mitbewohnern untergekommen, die hier fuer den\das Peace Corps arbeiten aber eigentlich aus AUS kommen, da gibts morgen noch eine Abschiedsfeier fuer eine die geht und so. Die waren auch zum Urlaub machen in Samoa. Danach hab ich noch vor auf eine wenig bevoelkerte Vulkaninsel nebenan zu gehen und 2 Tage eher mit Hiken im Regenwald zu verlassenen Straenden zu verbringen. Schreibe ich dann ein ander Mal. Weil es aber insgesamt echt etwas lahm ist hier, verglichen zu dem was man auf Samoa auf kleinstem Raum zu sehen bekommt hab ich erstmal meinen Flug nach NZ 3 Tage vorgezogen, fliege also am Montag schon weiter. Ausserdem gabs auf Samoa so viele Leute die nur einen Urlaub aus NZ gemacht haben dass ich nach all deren Geschichten eher Bock auf NZ hab als noch mal auf eine Woche Holland Sauna Club. Ich bring die ganzen Geschichten die sonst noch passiert sind oder die Leute erzaehlt haben eh nicht mehr zusammen und ausserdem sind die Internetverbindungen und Preise auch ein schlechter Scherz, also erzaehle ich das alles wenn ich wieder da bin oder so. Ausserdem hab ich grad keine Motivation zu schreiben und etwas wirr ist es auch sorry Freunde. Fotos folgen, wenn ich eine sinnvolle Internetverbindung habe.

Hier sind sie:

Ocean Trench, ein Vulkanloch in dem man Schwimmen kann:



Lava field beach, oder so...



Sliding/jumping rock:
Blick aus meiner Unterkunft:


Feuertanz-Show:
Bis dann, aloha'eh.

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